WAS IST GUTE KOMMUNIKATION?

Reden kann jeder, natürlich. Aber Reden allein führt noch nicht dazu, dass wir uns verstehen. Darum aber geht es in einer Kleingruppe. Die Fähigkeit, echte Gespräche zu führen oder anzuregen, ist deshalb für Sie als Gruppenleitung besonders wichtig. Kommunikation findet auf verschiedenen Ebenen statt:


Ebene 1: Allgemeines Gespräch

Bei dieser Art von Kommunikation befindet man sich auf sicherem Terrain. Keiner gibt etwas von sich preis. Man unterhält sich über das Wetter, das Fernsehprogramm, aktuelle Ereignisse und benutzt dazu gängige Redewendungen wie: „Na, wie geht’s?“ oder „Mensch, ist das eine Hitze!“. Hier wird nichts Persönliches weitergegeben. Jeder wahrt einen gewissen Sicherheitsabstand, und man tritt niemandem zu nahe.

Ebene 2: Austausch von Informationen und Tatsachen

Auf der zweiten Ebene reden wir über aktuelle Ereignisse, Tatsachen und Grundsätzliches, aber nicht über uns selbst. Wir unterhalten uns vielleicht über andere, aber wir lassen uns selbst und unsere Situation aus dem Spiel. Auf dieser Ebene fallen Sätze wie: “ Beim letzten Treffen haben wir festgelegt, dass wir folgendermaßen vorgehen wollen …“ oder „Hast du von dem Unfall gehört?“.

Ebene 3: Austausch von Gedanken und Meinungen

Hier beginnt das persönliche Gespräch. Wir gehen schon mal ein kleines Risiko ein, indem wir unsere eigenen Ideen und Meinungen einfließen lassen. Wir fragen etwa: „Wie steht ihr zu der aktuellen politischen Situation?“

Ebene 4: Gefühle mitteilen

Auf dieser Ebene gehen wir unsere Gefühle über Ereignisse und Meinungen zu erkennen. Hier geschieht der Schritt über den Gedankenaustausch hinaus ins Reich der Gefühle. Das birgt Risiken, denn wer Gefühle zeigt, macht sich verletzlich. Ein Beispiel für Kommunikation auf dieser Ebene wäre: „Wenn ich mit anderen rede, erwarte ich immer, dass sie mir widersprechen. Manchmal glaube ich, die Leute mögen mich nicht.“

Ebene 5: Gespräch über persönliche Angelegenheiten

Hier haben wir den Gipfel der Kommunikation erreicht. Auf dieser Ebene gibt es Gespräche mit einem hohen Grad an Offenheit und Transparenz. Selbst die eigenen Schwächen können hier zur Sprache gebracht werden. Meistens schämen wir uns, einander auf dieser Ebene zu begegnen. Ein Beispiel für Kommunikation auf dieser Ebene: „Wir sind zur Zeit wirklich etwas hilflos. Unser ältester Sohn ist jetzt in einem schwierigen Alter und wir kommen gar nicht mehr an ihn ran. … Wir wissen nicht, was wir machen sollen.“