Roter Herbst in Chortitza

von Tim Tichatzki

 

Worum es geht:

1919. Ein Bürgerkrieg fegt mit aller Gewalt über das zerfallene Zarenreich. Gefangen zwischen den Fronten, finden die beiden Freunde Willi und Maxim ein von Soldaten zurückgelassenes Maschinengewehr. Für Maxim ein Geschenk des Himmels, für Willi die größte Herausforderung seines Glaubens, denn als Sohn mennonitischer Siedler hat er gelernt, jede Form von Gewalt abzulehnen. Eine Zerreißprobe für die Freundschaft der beiden Jungs.
Während Willis Familie in der aufkommenden Sowjetdiktatur ums nackte Überleben und um ihren Glauben kämpft, schlägt sich Maxim ausgerechnet auf die Seite des Regimes.
Beide wissen nicht, ob sich ihre Wege je noch einmal kreuzen werden. Zwei Lebenswege inmitten der sowjetischen Diktatur, die unterschiedlicher kaum sein könnten.
Tim Tichatzki blickt in eines der dunkelsten Kapitel europäischer Geschichte, und erzählt zugleich ein Stück eigener Familiengeschichte. Schonungslos, packend und herzergreifend zu lesen.

 

Was Ihr dazu sagt

„Roter Herbst in Chortitza“ ist sehr packend, bewegend und gut geschrieben! Besonders finde ich daran, dass es, obwohl es auf der wahren und persönlichen Geschichte der mennonitischen Familie beruht, auch immer wieder aus der „Sicht“ einzelner Tschekisten/Geheimdienstler geschrieben ist und man auch Einblick bzw. Mitgefühl für ihr Dilemma zwischen Opfer- und Täterrolle bekommt.
Ohne Schwerpunkt des Buches zu sein, geht es immer wieder um den Glauben und die daraus entstehenden Gewissenskonflikte der mennonitischen Gemeinde (z.B. reagiert man auf Gewalt mit Gegengewalt?). Ihr Glaube hat die Mennoniten geprägt, das wird oft deutlich; aber das Buch ist nicht „evangelistisch“ geschrieben (was aber stimmig ist).
Das Buch ist für Personen geeignet, die sich für die sowjetische Geschichte und Biografien interessieren. Es ist definitiv keine leichte Kost, aber eine sehr bewegende Lektüre, die einen auch dann noch beschäftigt, wenn man sie zur Seite legt. Ich kann es sehr weiterempfehlen!

Lea Koepff

 

Der Autor Tim Tichatzki über seine Lesung zu Roter Herbst in Chortitza

Tim Tichatzki

Es ist ein komisches Gefühl, wenn man mit dem, was man über 5 Jahre geschaffen hat, erstmalig an die Öffentlichkeit geht. Es gab zwar im Vorfeld schon einige Testleser, deren Feedback sehr ermutigend war, und trotzdem ist man sich als Künstler bis zuletzt nicht ganz sicher … Umso glücklicher bin ich heute, wie überragend positiv das Echo auf meine Release Party am Samstag ausgefallen ist. Ich fühle mich geehrt, dass sich knapp 50 Personen meine Lesung angehört haben, und jetzt gespannt wissen wollen, wie die Geschichte weitergeht. Danke, dass ihr alle gekommen seid, und danke für die vielen Ideen, wie das Buch weitere Verbreitung finden kann. Ich wünsche euch jetzt viel Freude beim Lesen, dass ihr in die Geschichte eintauchen könnt, und die Geschehnisse so vielleicht ein bisschen „miterleben“ könnt.

Tim Tichatzki

 

Zum Weiterstöbern

Leseprobe zu Roter Herbst in Chortitza

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